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Die instrumentelle Wirtschaft

Der Corona-Virus lehrt uns viele Lektionen, die wir (zumindest in dieser Form) gar nicht lernen wollten. Eine dieser Lektionen betrifft das gemeinsame Wirtschaften, das Handeln und das unternehmerische Kooperieren. Unsere Wirtschaft war vor Corona auf maximale Effizienz getrimmt. Das galt nicht nur für das Verhältnis von Unternehmen zu Kunden, sondern auch für Unternehmen untereinnander. Wenn wir Services oder Produkte beziehen wollten, dann wollten wir diese möglichst mit einem Mausklick bestellen, sofort zur Verfügung haben und dafür möglichst wenig bezahlen. Wichtig dabei hervorzuheben: Das waren in der Regel die einzigen Faktoren, auf die es ankam. Anders formuliert: Wir haben einzig deshalb Handel betrieben, weil wir damit etwas für uns erreichen wollten. Wir haben unsere Handlespartner einzig als Mittel zum Zweck verstanden. Jede Abweichung von der eigenen Erwartung, jede Verzögerung in der Lieferkette und jede unnötige Kommunikation kam dabei einem persönlichen Affront gleich.

 

Der Mensch kehrt zurück

Plötzlich scheint jedoch alles anders. Corona lässt uns nicht nur Verständnis dafür gewinnen, dass sich Lieferungen verzögern. Es zeigt uns in vielen Lebensbereichen, dass nicht alles so reibungslos ablaufen kann, wie wir uns das wünschen würden. Und es zeigt uns, dass dafür nicht zwangsläufig Boshaftigkeit oder Unfähigkeit verantwortlich sein müssen. Das Virus lässt uns erkennen, dass es durchaus gute – vielleicht sogar unterstützenswerte – Gründe dafür geben kann, das Dinge nicht so funktionieren, wie wir uns das wünschen würden. Und es lässt uns auch erkennen, dass hinter den oberflächlichen Funktionen von Unternehmen Menschen und persönliche Schicksale stehen. Die Stornierung unseres Hotelzimmers für den Sommer mag für uns ärgerlich sein, für den Hotelier bedroht sie seine wirtschaftliche Existenz. Dass sich die Lieferung einer neuen Küche um Wochen verzögert wäre vor der Krise geradezu als Beleidigung aufgefasst worden, welche zumindest mit einem saftigen Rabatt einhergehen hätte müssen. Nun wirkt es nur verständlich, dass die Gesundheit der Mitarbeiter geschützt werden soll.

 

Eine humanistische Wirtschaft

Es fällt uns um ein Vielfaches leichter, uns in die Situation der Unternehmen zu versetzen. Vor allem aber fällt es uns leichter, Unternehmen nicht bloß als Funktionen, sondern als soziale Gemeinschaften wahrzunehmen. Wir lernen neu, dass wir in unserem wirtschaftlichen Handeln, nicht einfach nur ein Mittel für den persönlichen Zweck vorfinden, sondern dass wirtschaftliches Handeln auch einen Zweck an sich darstellen kann. Den Zweck bestimmte Unternehmen zu unterstützen, Regionalität oder Nachhaltigkeit bewusst zu fördern und letztlich auch spezifischen Menschen die Möglichkeit für ein wirtschaftliches (Über-)Leben zu sichern. Corona kann damit den Weg von einer rein „instrumentellen“ hin zu einer humanistischeren Wirtschaft ebnen.


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